Schon immer gab und gibt es Versklavungen in der Menschheitsgeschichte. Aus dem Jahr 1346 stammt das wohl erste Dokument über ein verkauftes Dorf in Norddeutschland, die Menschen in den Erwerb miteinschließt. Es wäre so der offizielle Beginn der dort urkundlich belegten Leibeigenschaft: Bauern und Dorfbewohner gehörten dem Gutsherrn. Für den Gutsherrn gab es dadurch Vorteile aber auch Verpflichtungen, denen nachgekommen werden musste. Auch in Russland gab es diese Art der Herrschaft, und in der Wissenschaft wie in der Literatur sind Quellen erhalten, die davon berichten. Bis hin zur Abschaffung dauerte es lange, aber weiterhin gab es Menschenhandel, der von deutscher Hand bis nach Afrika und Amerika reichte. Lew Nikolaiewitsch Tolstoi, Iwan Sergieiewitsch Turgenew, Matthias Claudius und andere Literaten haben sich mit diesen Themen beschäftigt, wobei sie selber nicht alle über die diesbezüglich schmerzlichen Erfahrungen verfügten. Internationale Komponisten haben sich damit auseinandergesetzt – nicht allein russische und deutsche.


Leibeigenschaft in Russland und Norddeutschland wird an diesem Abend Thema sein.



Mariä Verkündigung, Mariä Heimsuchung – die Bezeichnungen sind allgemein bekannt als kirchliche Feste oder Gedenktage. Hierbei handelt es sich um wichtige Stationen im Leben Mariens. Neben weiteren werden sie in einem beachtenswerten Werk geschildert: Im Jahr 1912 schrieb Rainer Maria Rilke den Zyklus „Das Marien-Leben“. Hierin reflektiert der Dichter in fünfzehn Gedichten sehr tiefsinnig und aus wechselnden Perspektiven das Leben der Gottesmutter. Beginnend mit ihrer Geburt und ihrer Darstellung im Tempel werden die Geschehnisse um Christi Geburt thematisiert, später die Hochzeit zu Kana, die Passion und Auferstehung Jesu und schließlich der Tod Mariens.


In den Jahren 1923 und 24 vertonte der Komponist Paul Hindemith die Gedichte für Sopran und Klavier, 1948 schuf er eine zweite, stark überarbeitete Version. In diesem Liederzyklus „Das Marienleben“ op. 27 unterlegte er den Text mit einer ebenso vielschichtigen wie farbenreichen musikalischen Ausdeutung. Entstanden ist ein wahres Gesamtkunstwerk, in dem sich die verschiedenen Ebenen – Text und Musik – gegenseitig befruchten und bestärken.


Die beiden Musikerinnen Julia Sukmanova, Sopran, und Friederike Spangenberg, Klavier, haben sich das komplette Werk vorgenommen und werden es am Hochfest der Gottesmutter Maria, 1. Januar 2020 um 15 Uhr, zur Aufführung bringen. Das Konzert ist Teil der Reihe Marienlob der Klosterkirche St. Marien in Bochum-Stiepel und wird im Mariensaal des Pfarrheims stattfinden. Dieser Liederzyklus wird nicht oft in Gänze aufgeführt, es bietet sich Ihnen hiermit also eine sehr besondere und seltene Gelegenheit, dieses einmalige Werk zu hören. Der Eintritt ist frei und um eine Spende wird gebeten.

KONTAKT: 

Mail: mail@juliasukmanova.com

Tel: 0049 (0)173 67 407 71

Facebook: juliasukmanova


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